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Zum Start der Qualifikation zur Champions League wurde unser Schachteam im Frühjahr 2002 vom Teamchef
Michael Strehlau zusammengestellt. Er
sprach zu diesem Zweck einige Spieler an, die sich auf die offizielle "Team wanted"-Liste gesetzt hatten. Einer dieser Spieler war
Gerhard Bartsch, den er bereits von einem BdF-Turnier in sehr
angenehmer Erinnerung hatte. Gerhard war schnell von der Idee begeistert, noch einige gute Spieler über ELO 2350 zu engagieren, damit wir auch eine Chance hatten. Ein weiterer Spieler auf
der "Team wanted"-Liste war Helge Verhoef. Auch er war nach dem Angebot von Michael sofort dabei und bot an, noch ein paar Bekannte mit Elo > 2350 anzusprechen. Sein Nahschach-Vereinskollege
Günter Schulz sagte noch am gleichen Tag zu. Nun war unser Team perfekt. Nach reiflichen Überlegungen gaben wir uns den verpflichtenden Teamnamen
"Aljechin's Erben".

Dr. Alexander Aljechin (1892-1946)

Schachweltmeister
1927-1935 / 1937-1946
Dr. Alexander Alexandrowitsch Aljechin wurde am 1. November 1892 in Moskau als Sohn eines wohlhabenden Landbesitzers geboren. Mit acht Jahren zeigte Aljechin schon großes
Interesse für das Schachspiel. Seine außergewöhnlichen Fähigkeiten offenbarten sich frühzeitig.
Im Jahr 1908 trug er in einem gesamtrussischen Amateurturnier den ersten Preis davon und errang damit den Meistertitel. Nun wurden seine Leistungen auch in der Familie
anerkannt und sein Ansehen in der Schule wuchs. Sobald Aljechin das Gymnasium absolviert hatte, ließ er sich in die juristische Fakultät der Petersburger Universität einschreiben.
Sein erster großer Turniersieg ließ bis 1914 in St. Petersburg auf sich warten. Dort teilte er sich mit Aron Nimzowitsch den 1. Platz. Das war sein „coup de grace“, ein
Ausdruck, den er so oft in seinen Schriften verwendete.
1921 siedelte er nach Paris über. Er beteiligte er sich in den nächsten sechs Jahren - von 1921 bis 1927 - an 22 Turnieren und spielte außerdem mehrere Zweikämpfe. 1922
wurde er in London Zweiter hinter Capablanca und Erster in Hastings. 1923 wurde er in Karlsbad Erster zusammen mit Bogoljubov und Maroczy. In New York 1924 kam er hinter Lasker und
Capablanca auf Platz 3 ein. 1925 gewann Aljechin das Turnier in Baden-Baden, das erste internationale Turnier in Deutschland seit dem Ersten Weltkrieg. Noch im selben Jahr wurde Aljechin
französischer Staatsbürger.
1926 schlug er Max Euwe in einem Wettkampf und forderte Capablanca um die Weltmeisterschaft heraus. Der mit größter Ungeduld erwartete Wettkampf begann am 10. September
1927 in Buenos Aires. Das Wunder geschah. Mit der hartumkämpften 34. und letzten Partie ging der Kampf zu Ende. Damit hatte Aljechin das gewaltige Ringen mit 18½:15½ (25 Remisen) für sich
entschieden. Bei dem Wettkampf waren weder Zuschauer noch Fotografen erlaubt. Aljechin hatte damit die Legende von Capablancas "Unbesiegbarkeit" beendet.
Zu Beginn des 2.Weltkrieges befand sich Aljechin auf der Schacholympiade in Buenos Aires, wo er Frankreich am ersten Brett vertrat.
Dr. Alexander Aljechin starb in der Nacht vom 23. zum 24. März 1946 in seinem Hotelzimmer in Estoril. 1956 vereinbarten die UdSSR und der französische Schachbund, die
sterblichen Überreste Aljechins nach Paris-Montparnasse zu überführen. Die FIDE bezahlte den Grabstein, der die Form eines Schachbretts hat und aus roten Granit gefertigt wurde.
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